Historie

Innovation und Flexibilität seit 1929

Als Spezialist für die Entwicklung und die Produktion von maßgeschneiderten Fahrwerksystemen für Busse, Schienen- und Nutzfahrzeuge ist HEMSCHEIDT heute Teil der weltweit tätigen Hübner Gruppe. In zahlreichen Nutzfahrzeugen auf der ganzen Welt sind Produkte von HEMSCHEIDT tagtäglich im Einsatz und begeistern durch revolutionäre Fahrergebnisse sowie wertvolle Beiträge für mehr ökonomische und ökologische Effizienz.

 

Bereits seit bald 100 Jahren steht HEMSCHEIDT für technologisch führende und innovative Ingenieurleistungen „Made in Germany“. Dr.-Ing. e.h. Hermann Hemscheidt gründete das Unternehmen 1929 als Maschinenfabrik HEMSCHEIDT Wuppertal (MHW) für die Produktion von Maschinen und Komponenten für den Bergbau. Bereits drei Jahre später kam die Stoßdämpferfertigung hinzu.

 

Wurden anfänglich Stoßdämpfer für Rad- und Kettenfahrzeuge noch in Lizenz (Patent Zenz) gefertigt, produzierte das Wuppertaler Werk ab 1947 bis zu 100.000 Stoßdämpfer pro Monat für VW, Borgward, Daimler Benz, Kreidler und andere Marken. Nach 1965 konzentrierte sich die Produktion erneut auf Stoßdämpfer für Rad- und Kettenfahrzeuge.

 

Auf der Basis der langjährigen Erfahrungen mit Dämpfersystemen entwickelte HEMSCHEIDT frühzeitig Kompetenzen im Bereich von Hydrauliksystemen für Fahrwerke. Folgerichtig wurde 1988 erstmals eine hydropneumatische Federung für ein 8x8 Fahrzeug präsentiert. Der darauffolgende Serienstart für ein erstes hydraulisch gedämpftes Drehgelenk für Gelenkbusse, Anfang der 90er Jahre, leitet die dynamische Entwicklung der Folgejahre ein. 1992 folgt der Prototyp der HEPLEX® Federung mit dynamischer Dämpfung. Kurz darauf wird die HEMSCHEIDT Fahrwerktechnik GmbH & Co. gegründet und aus der Maschinenfabrik HEMSCHEIDT ausgegliedert. Unternehmenssitz ist jetzt Haan-Gruiten. Geblieben ist eine enge Bindung zwischen der HEMSCHEIDT Fahrwerktechnik und dem Bergischen Land. Die meisten Lieferanten stammen heute noch aus der Region und sind bereits seit Jahrzehnten verlässliche Partner für die Unternehmen der HEMSCHEIDT Maschinenfabrik.

 

1995 werden zudem ein Prototyp der HEPLEX® Federung mit dynamischer Wankstabilisierung und gesteuerter Dämpfung entwickelt sowie die Serienproduktion des hydropneumatischen Federungs- & Dämpfungssystems HEPLEX® gestartet. Die folgenden Jahre sind von zahlreichen weiteren hydropneumatischen Fahrwerkslösungen für Nutzfahrzeuge geprägt. 2007 wird HEMSCHEIDT Fahrwerktechnik schließlich Teil der Hübner Gruppe.

 

Mit der Berufung von Dr.-Ing. Mark Wöhrmann zum Geschäftsführer leitet das Unternehmen 2013 eine Neuausrichtung ein. Bereits ein Jahr später wird das innovative Luftfederungssystem für Trailer-Achsen von HEMSCHEIDT mit dem 3. Platz beim Trailer Award Wettbewerb auf der IAA für Nutzfahrzeuge ausgezeichnet. Die Serienproduktion startete in 2016. Das Produktportfolio wird zudem um Leichtbaulenker für die Nutzfahrzeugindustrie erweitert.

 

2017 übernimmt Hübner, das auf Fahrwerksysteme von Schienenfahrzeugen spezialisierte Ingenieurbüro, SAMES Engineering aus Feucht. Als HEMSCHEIDT Engineering und Schwesterunternehmen von HEMSCHEIDT Fahrwerktechnik, erweitert das Unternehmen das Gesamtportfolio um Kompetenzen im Bereich der Entwicklung, Testung und Produktion von maßgeschneiderten Fahrwerksystemen für Schienenfahrzeuge.


Meilensteine der Firmengeschichte

1929

Gründung der Maschinenfabrik HEMSCHEIDT Wuppertal (MHW) durch Hermann Hemscheidt am „schwarzen Freitag“. Erste Produkte: Maschinen und Komponenten für den Bergbau

1932

Aufnahme und Weiterentwicklung der Stoßdämpferfertigung.

1940

Start Stoßdämpferproduktion für militärische Fahrzeuge in Lizenz (Patent Zenz).

1947

Beginn der Fertigung von Stoßdämpfern für VW, Borgward, Daimler Benz, Kreidler und andere. Produktion: Bis zu 100.000 Stoßdämpfer pro Monat.

1965

Konzentration auf die Stoßdämpferproduktion für Rad- und Kettenfahrzeuge.

1988

Erster Prototyp eines 8x8 Fahrzeugs mit einer hydropneumatischen Federung von HEMSCHEIDT.

1989

Gründung des IBS Ingenieurbüro Sames durch Gerhold Sames (s. 2016 Gründung der HEMSCHEIDT Engineering).

1991

Serienstart des hydraulisch gedämpften Drehgelenkes für Gelenkbusse.

1992

Erster Prototyp der HEPLEX® Federung mit dynamischer Dämpfung.

1993

Die HEMSCHEIDT Fahrwerktechnik GmbH & Co. wird gegründet und aus der Maschinenfabrik HEMSCHEIDT ausgegliedert.

1994

IBS: Produktion diverser servo-hydraulischer Zylinder in Kleinprüfmaschinen (s. 2016 Gründung der HEMSCHEIDT Engineering).

1995

Die Maschinenfabrik HEMSCHEIDT geht in die Deutsche Bergbautechnik über, die durch die Ruhrkohle AG gegründet wurde.

Die HEMSCHEIDT Fahrwerktechnik verlässt den Standort Wuppertal und zieht inklusive Manufaktur nach Haan-Gruiten.

Erster Prototyp der HEPLEX® Federung mit dynamischer Wankstabilisierung und gesteuerter Dämpfung.

Start der Serienproduktion des hydropneumatischen Federungs- & Dämpfungssystems HEPLEX®.

1996

Serienstart von 2 Fahrzeugtypen für die Bundeswehr.

IBS: Entwicklung und Lieferung eines modernen Flachbahnprüfstands an die Adam Opel AG und BMW AG.

1997

Serienstart Baustellenfahrzeuge mit HEPLEX® Federung.

2001

Serienstart Fahrzeuge mit HEPLEX® Federung für die US-Armee.

2002

HEMSCHEIDT liefert neben Gelenksystemen auch Faltenbälge für Gelenkbusse.

IBS: Entwicklung eines neuartigen Niederflurfahrwerks für die Straßenbahn CROTRAM (Koncar)

2003

Prototyp Hydrofeder mit Schwinge für Kettenfahrzeuge.

IBS: Aufnahme der Serienproduktion von Fahrzeugstabilisierungssystemen; u.a. Federungen, Lenker, Dämpfer.

2005

Prototyp Linearelement für Kettenfahrzeuge.

2006

Prototyp einer wärmekompensierenden hydropneumatischen Feder mit zwei Federungs-stufen und Kühlung.

Prototyp einer HEPLEX® Federung für ein 400 to Fahrzeug.

2007

Die HEMSCHEIDT Fahrwerktechnik GmbH & Co. KG wird Teil der Hübner Gruppe.

2009

Prototyp eines teiltragenden Dämpfungssystems.

IBS: Mehr als 4000 hydro-pneumatische Systeme geliefert.

2011

Prototyp und erfolgreiche Erprobung eines Hochleistungsdämpfungssystems.

2012

IBS: Entwicklung zweier Reisezugwagendrehgestelle für Brasilien.

2013

Neue Geschäftsleitung, Beginn der Neuausrichtung des Unternehmens.

2014

Vorstellung eines innovativen Luftfederungssystems für Trailer-Achsen. Auszeichnung mit dem 3. Platz beim Trailer Award auf der IAA für Nutzfahrzeuge.

Vorstellung von Leichtbaulenkern für die Nutzfahrzeugindustrie.

IBS: Entwicklung eines Niederflurfahrwerks für Straßenbahnen.

2016

Start der Serienproduktion des HEMSCHNEIDT Luftfederungssystems für Trailer-Achsen.

Gründung der HEMSCHEIDT Engineering GmbH & Co. KG durch Gewinnung der Mitarbeiter der ehemaligen IBS SAMES Engineering GmbH.

2017

Entwicklung und Lieferung eines neuen Ausdrehprüfstands "RTRsys".

2019

Mehr als 25.000 Fahrzeugstabilisierungssysteme geliefert.

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